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Schnelle Hilfe im Katastrophenfall
Montag, 22. September 2008 um 07:27

Großübung | Rettungskräfte aus der Region proben Zusammenspiel nach einem angenommenen Unfall mit zwei Flugzeugen auf dem Flughafen Hof-Plauen. 255 Helfer sind beteiligt, bergen und versorgen „Verletze".

 

 

 

Hof – Beim Landeanflug der Linie auf dem Flughafen Hof-Plauen rammte am vergangenen Samstag kurz nach 9 Uhr die voll besetzte Maschine der Augsburg Airways ein Kleinflugzeug. Die Wucht des Aufpralls schleuderte die „Cessna“ über die Landebahn hinaus auf die Zubringer-Rollbahn und ging in Flammen auf. Dieses schreckliche Szenario lag einer großangelegten Rettungsübung zugrunde. Sie steht alle zwei Jahre auf dem Programm und soll das Zusammenwirken der Rettungskräfte ab der Alarmierung zeigen. Um 9.12 Uhr löste die Luftaufsicht auf dem Tower Brandalarm aus. Dieser lief bei Polizei und Hofer Feuerwehr einschließlich der Stadtteilwehren Eppenreuth und Moschendorf sowie der Wehren Konradsreuth und Oberkotzau auf. Gleichzeitig wurden das BRK Hof und dessen Bereitschaften im Landkreis mit zwei Notärzten und 41 Helfern informiert. Auch sechs Hubschrauber aus Jena, Zwickau, Bayreuth und Nürnberg standen in ihren Standorten bereit, um notfalls eingreifen zu können. Insgesamt dauerte es nur zwölf Minuten bis zum Eintreffen aller Einsatzkräfte. Da war die Flugplatz-Wehr mit ihren schnellen Löschfahrzeugen schon vor Ort, rettete die Passagiere aus der Linienmaschine, bekämpfte das Feuer der heftig qualmenden Cessna, aus der schrille Schreie der Passagiere zu hören waren. Atemschutztrupps drangen in das Wrack ein, brachten die Verletzten in Sicherheit, wo sie von BRK-Helfern versorgt wurden. Einige der Verunglückten mussten herausgezerrt werden. Sie standen unter Schock. Im schnell errichteten Versorgungszelt wurden die schwer Verletzten weiter behandelt, 20 von ihnen zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Zum Glück kamen 44 Personen mit dem Schrecken davon, auch sie wurden von den Helfern liebevoll betreut.

Wirklichkeitsnah geschminkt An der Katastrophenübung waren insgesamt 255 Haupt- und Ehrenamtliche beteiligt. Die Passagiere – und Verletzten – aus den beiden Flugzeuge stellten die Jugendfeuerwehr Oberkotzau, das Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk, geschminkt mit wirklichkeitsnahen Wunden. In geraumer Entfernung verfolgten der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Landrat Bernd Hering sowie Führungskräfte der Hofer Polizei, der Feuerwehren und des Deutschen Roten Kreuzes interessiert die Übung. Bei ihrer Aufarbeitung sollen Erkenntnisse gewonnen werden, um bei einem Ernstfall noch effektiver handeln zu können.

Peter Richter, Leiter der Flughafen-Feuerwehr und Geschäftsführer Hermann Seiferth zeigten sich mit dem Ablauf recht zufrieden. Sie bedankten sich nach der Übung in der Flugzeughalle bei Kartoffelsalat und Zwiebel-Fleischkäse für den Einsatz, vor allem auch bei Flugkapitän Lutz Rohloff und der Augsburg Airways.

Quelle Bild und Artikel Frankenpost

 



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